|
| Autor |
Nachricht |
uwe63

Anmeldedatum: 19.09.2008 Beiträge: 31
|
Wie verlegt man Dachpappe?
Verfasst am: 30.09.2008, 14:29 |
|
|
Pappdächer haben Vor- und Nachteile. Die Bahnen ermöglichen zügiges Verlegen und bilden einen zuverlässigen Schutz gegen Feuchtigkeit. Nachteilig ist, dass sie regelmäßig Pflegebrauchen. Bei Wind kann die Pappe reißen, bei Kälte brechen, bei Wärme sich ausdehnen und wellen. Sie kann somit nur bei warmem, trockenem Wetter verlegt werden.
Untergrund
Er muss eben und fest sein. Die Bretter dürfen keine größeren Fugen oder Astlöcher haben, auch müssen sie gut aufliegen, damit sie beim Betreten nicht federn.
Einfache Deckung
Man unterscheidet einfache und doppelte Deckung. Für kleine Flächen reicht meist die einfache Deckung aus:
Erste Bahn auf Länge schneiden, an der Traufe ausrollen, seitlicher und unterer Überstand etwa 10 cm. Oben mit Pappnägeln heften. Abstand etwa 50 cm. Das Nageln der Überdeckung erfolgt erst nach dem Belegen der Fläche. Der Abstand der Pappnägel, die möglichst verzinkt sein sollten, beträgt etwa 10 cm. Obere Heftkante etwa 10 cm breit mit Spachtelkitt oder Dachklebemasse bestreichen. Zweite Bahn 10 cm überdeckend ausrollen, ebenso befestigen, danach Bahn um Bahn verlegen. Die Bahnen lassen sich auch quer zum Firstverlegen, besonders wenn ein Dach steil ist. Die Verarbeitungsweise bleibt die gleiche. Ein abschließender Schutzanstrich ist immer empfehlenswert, er verhindert auch das Rosten unverzinkter Nägel.
Doppelte Deckung
Bei dieser Art erfolgt zunächst die einfache Deckung, die jedoch eine zweite Schicht erhält. Diese wird heiß aufgeklebt, also nicht genagelt. In diesem Fall kommt bei der ersten Lage die splittbedeckte Seite nach unten. Man beginnt bei der unteren Lage zuerst mit einer halben Bahn. Für die Unterschicht lässt sich Dachpappe, für die Oberschicht auch Glasvlies-Dachbelag verwenden. Eine Ausnahme bilden flache Dächer. Bei ihnen lässt sich eine doppelte Deckung mit Hilfe von Kaltklebemasse vornehmen.
Ausbesserung, Pflege
Undichte Stellen an den Stößen lassen sich durch Auftragen kalter Klebemasse beseitigen. Unter Risse und Löcher kann man ein Stück Pappe schieben und durch Verkleben und Nageln befestigen. Der Neuanstrich erfolgt in Abständen von 2 bis 3 Jahren; bei stärkerer Abnutzung (Sonnenseite) auch öfter. Kalt streichbare Mittel, die es in verschiedenen Farben gibt, erfordern den geringsten Aufwand. Zum Streichen dienen ein großer Pinsel, eine Kleisterbürste oder ein Streichroller; für Flachdächer ein Teerbesen. Steilere Dächer kann man mit schindelartigen „Dachschablonen“ aus Glasvlies decken lassen. Dieses widerstandsfähige Material benötigt 15 Jahre keine Pflege. Lange haltbar ist ferner eine Bitumen-Latex-Dachhaut, die nahtlos auf Dachpappe und andere Untergründe aufgesprüht wird. _________________
|
|
| |
|
 |
|
|