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uwe63




Anmeldedatum: 19.09.2008
Beiträge: 31

Wie baut man eine Zwischenwand ein?
Verfasst am: 23.10.2008, 20:13

Folgendes Material braucht man:

- Metallständerprofil
- Sturzprofile
- Teleskopkopfstücke
- Fußplatten
- Gipsbauplatten
- Dämmstoffplatten
- Papierfugendeckstreifen
- Dichtungsbänder
- Spachtelmasse
- Und Schnellbauschrauben

Bevor mit dem Aufstellen der Ständerelemente begonnen wird, muss als erstes auf dem Fußboden der zukünftige Wandverlauf angezeichnet werden. Dazu werden die Wandachsen und Türöffnungen mit dem Bandmaß ausgemessen und mit Schnurschlag auf dem Boden markiert. Die Türöffnungen müssen dem Bauöffnungsmaß entsprechen, also etwas größer als die künftige Türzarge sein. Für das Markieren von Türöffnungen und Wandabzweigungen gibt es Schablonen. Diese legt man auf den Schnurschlag und braucht die Umrisse nur noch nachzuziehen.

Die Wandachsen müssen noch vom Boden auf die Decke und die Wände übertragen werden. Dazu benutzt man ein Lot und eine Messlatte. Für den Aufbau des Ständerwerks an Boden und Decke verwendet man U-Randprofile aus Metall, die es in verschiedenen Abmessungen gibt, je nachdem wie stark die Wand sein soll. Diese U-Schienen werden nach dem Abmessen der benötigten Profillängen mit Hilfe einer Blechschere oder Metallsäge gekürzt. Die U-Profile, auch Anschlussprofile genannt, werden am Rohboden mit Dübeln (Durchmesser ca. 8 mm} und Schrauben befestigt. Genau so müssen die U-Schienen an der Decke entlang des Schnurschlags angeschraubt werden, dass die Befestigungspunkte an Wand und Decke nicht weiter als 100 cm und im senkrechten Bereich nicht weiter als 130 cm auseinander liegen dürfen. Spart also nicht mit Schrauben. In die Dachschräge muss zur Aufnahme des senkrechten Ständerwerks ein U-Profil eingebaut werden. Besonders wichtig sind dichte Anschlüsse für den Schallschutz. Dazu verwendet man bei ebenen Anschlussflächen ein Dichtungsband oder einen Trennwandkitt. Beides wird auf die Rückseite der U-Profile in zwei Reihen aufgetragen, bevor diese an die Decke oder den Boden geschraubt werden. An den Dachschrägen müssen die Profile besonders gut befestigt werden, weil es sich hierbei in der Regel um relativ unstabile Hohlwände oder Verkleidungen handelt.

Metallständerprofile mit C-Querschnitt sind besonders stabil. Sie werden in die an Decke und Bodenmontierten U-Profile einfach eingestellt. Die Profilöffnung zeigt in Montagerichtung. Der Abstand der C-Ständerprofile muss 62,5 cm betragen. Doppeltes Ständerwerk muss parallel nebeneinandergestellt werden, so dass die Metallständer einander gegenüberstehen. Dies ist besonders wichtig beim Einbau von Tragständern für Sanitärinstallationen.

Für den Bau von Türöffnungen benützt man spezielle vorgestanzte Sturzprofile, die nur zugeschnitten, abgewinkelt und angeschraubt werden müssen. Die Höhe des Sturzes entspricht dem Bauöffnungsmaß. Die Ständer links und rechts befestigt man mit einem Teleskop-Kopfstück an der Deckenschiene. Das ist die sicherste Befestigungsmethode. Zur Aussteifung und für die Montage der Verkleidung werden zwischen Decke und Sturz noch zwei weitere C-Ständerprofile eingestellt. Im. Bereich des Türpfostens kann das U-Profil durch das Einbringen einer Fußplatte verstärkt werden. Nun ist das gesamte Ständerwerk fertig montiert und für eine entsprechende Verkleidung bereit. Zur Verkleidung von Metallständerwänden eignen sich besonders gut Bauplatten aus Gipskarton oder aus Gipsfaser. Diese Platten sind in raumhohen Formaten erhältlich, was den Einbau nicht nur erleichtert, sondern auch wesentlich beschleunigt. Wurden die Metallständerprofile im Abstand von 65 cm aufgestellt, dann werden die 125 cm breiten Gipsbauplatten auf Raumhöhe zugeschnitten, an die Ständerwand gestellt und mit Schnellbauschrauben befestigt. Sollen keramische Beläge angebracht werden, müssen die Ständerabstände auf 42 cm reduziert werden. Die Platten werden nun nacheinander aufgestellt, dichtgestoßen und angeschraubt. Verkleidet immer nur eine Seite pro Ständerwand mit Gipsbauplatten.

Von der noch offenen Seite der Wand her könnt ihr jetzt die Elektroinstallation verlegen. Für die Querverteilung der elektrischen Leitungen sind die Ständerprofile schon vorbereitet. Sie haben kleine Ausstanzungen, durch die man Kabel führt. Es muss also nicht extra gebohrt oder gestemmt werden.

Um Hohlwanddosen zu setzen, verwendet man die Anreißschablonen der Steckdosenhersteller und eine Lochsäge. Ist die Elektroinstallation abgeschlossen, werden Mineralfaserplatten zur Schalt- und Wärmedämmung zwischen die Ständer eingebracht. Achtet darauf, dass auch die C-Profile mit Dämmstoff gefüllt sind. Ist die Dämmung im ganzen Bereich des Metallständerwerks, auch über den Türen abgeschlossen, kann man die Wände abschließend mit Gipskartonverkleiden. Um eine fugenlose Wandoberfläche zu erreichen, müssen alle Plattenstöße und Schraubstellen verfugt und verspachtelt werden. Für diesen Zweckgibt es spezielle gipsartige Fugenfüller, die sich spielend leicht verspachteln lassen.

Als erstes verfüllt ihr die Fugen mit Spachtel und lasst sie trocknen. Dann wird nochmal sauber nachgearbeitet und schön glatt verspachtelt. Stark beanspruchte Ecken und Kanten müssen mit einem Eckschutzprofil gegen Beschädigung gesichert werden. Entlang der Decken und Wände verklebt man Papiertugendeckstreiten, die anschließend auch verspachtelt werden.
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Tags: baut, aufstellen, wand, gipskarton, aufbau, abstand

 
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