Tipps zum Schrauben Verfasst am: 22.08.2008, 19:00
Die Schraubenverbindung hat gegenüber dem Nageln den Vorteil, dass sie haltbarer ist; auch lässt sie sich wieder lösen.
Verbindungen, die der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, müssen rostfreie Schrauben (Messing, verchromte Stahlschrauben, Aluminium) erhalten. Sie können auch entsprechend versenkt und durch Kitt verdeckt werden.
Dicke und Länge hängen vom Zweck ab. Zu dicke Schrauben erfordern umfangreiches Vorbohren, wodurch das Holz spalten kann. Zulange Schrauben stehen vor, zu kurze reißen aus. Als Richtwert gilt: Zwei Drittel des Gewindes (ab Spitze) müssen im unteren Teil der Verbindung stecken.
Meist werden Senkholz- und Halbrundholzschrauben Flachkopf- und Rundkopfschrauben verwendet. Halbrundholzschrauben wählt man nur dann, wenn der Kopf auf der Oberfläche vorstehen darf.
Die Löcher für kleinere Schrauben vorstechen, für dickere vorbohren. Der Durchmesser des Bohrers muss etwas kleiner als der Schraubendurchmesser sein. Bohrlochtiefe: bis zu zwei Drittel der Schraubenlänge; bei Hartholz etwas mehr. Beim Vorbohren mit dem Spiralbohrer empfiehlt es sich, zwei Bohrer mit verschiedenem Durchmesser zu verwenden. Die Köpfe von Senkholzschrauben werden versenkt. Das Aufreiben geschieht mit dem Holzsenker, einem größeren Spiralbohrer oder notfalls mit dem Stechbeitel.
Etwas gefettete, geölte oder über Seife gezogene Schrauben „gehen“ leichter. Der Schraubenzieher muss dem Schraubenschlitz entsprechen.
Nicht eingerostete Schrauben lassen sich mit dem Umsteckschraubenzieher ausdrehen. Sitzen sie zu fest, oder ist der Kopf beschädigt, kann man sie mit dem Durchschlag, dem Meißel oder durch Ausbohren entfernen. _________________