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baunochmal
Anmeldedatum: 20.10.2008 Beiträge: 96
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Profi Tipps: Tapezieren
Verfasst am: 04.01.2009, 22:44 |
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Untergrund
Für Tapete sind alle trokkenen Putz- oder Holzoberflächen als Untergrund geeignet. Absandender Putz oder andere Putzschäden sind vor dem Tapezieren zu beseitigen.
Geputzte Flächen müssen mindestens 6 Monate alt sein, bevor man sie tapezieren kann. Alte Anstriche aller Art müssen vor dem Tapezieren restlos entfernt werden, glatte Gipsplatten vor dem Bekleben aufrauhen. Bei Holzwänden oder Flächen aus Hartfaserplatten sind alle Schrauben und Nägel zu versenken und mit Rostschutzmittel zu streichen. Fugen, Risse und Löcher werden mit Glasfaservlies oder Leinenstreifen überklebt. Spanplatten mit sehr grober Oberfläche sind mit Leimspachtel abzuziehen.
Stark saugende Untergründe erhalten vor dem Tapezieren eine Makulaturschicht. Man stellt diese durch Bekleben der Flächen mit Zeitungspapier oder einfach durch Streichen mit flüssiger Makulatur her, die es anrührfertig zu kaufen gibt.
Zuschneiden
Zuerst wird die Tapete nach Muster auf Länge geschnitten. Hierbei werden etwa 5 Zentimeter zugegeben, die dann an der Fußbodenleiste nach dem Anbringen der Tapete auf die genaue Länge abgeschnitten werden. Beim Zuschnitt orientiert man sich an den Markierungsmarken auf den Rändern der Tapete. Da man mit dem Tapezieren immer an der Fensterfront beginnt, also einmal nach links und einmal nach rechts tapeziert, wird im ersten Fall der rechte Rand der Tapete und im zweiten Fall der linke Rand abgeschnitten. Um auch bei Räumen, deren Decken und Wände nicht exakt rechtwinklig zueinander stehen, einen optisch geraden Abschluß zu erhalten, klebt man vorher an das obere Ende der Wand Tapetenstreifen von etwa 5 Zentimeter Breite.
Anbringen
Alle Flächen, an denen sich durch Witterungseinflüsse die Tapete leicht ablöst, wie Zimmerecken oder Fensterstürze, werden vor dem Tapezieren mit Leim bestrichen. Die Rückseite der Tapetenbahn wird nach dem Einstreichen mit Leim an der Unterkante ein Drittel umgeschlagen und an der Oberkante etwa 3 Zentimeter.
So kann die Tapete transportiert werden. Die erste Bahn ist genau auszuloten. Ist die Tapetenbahn an der Oberkante befestigt, lässt man den umgeschlagenen Teil heruntergleiten. Dann streicht man mit der Tapezierbürste die Bahn in der Mitte von oben nach unten fest. Ist das geschehen, werden die Seiten von der Mitte aus nach links und rechts angestrichen.
Rauhfasertapete
Verarbeitet wird diese Tapete Stoß an Stoß, da es bei Überlappung der verhältnismäßig starken Tapete zu Schattenbildungen kommen würde. Zum Ankleben benutzt man Tapetenleim unter Zugabe von Latexbindemittel farblos. Die tapezierte Fläche wird nach dem Trocknen mit einer Mischung von 2/3 Latexfarbe weiß und 1/3 Wandfarbe gestrichen.
Strukturtapete
Bei der Verarbeitung sollte man Wand und Tapetenrückseite mit Leim einstreichen.
Velourtapete
Beim Glätten mit der Tapezierbürste wird die Oberfläche der Velourtapete durch Auflegen von Papier geschützt. Günstig ist es, die Tapete nicht mit der Tapezierbürste, sondern mit der Malerrolle anzudrücken.
Tapetentipps
Tapete, einfarbige, kleben. Tapete ohne Muster wird verstürzt an die Wand geklebt. Man klebt im Wechsel einmal das untere und einmal das obere Ende der zugeschnittenen Tapetenbahnen an die obere Wandbegrenzung. Dadurch verhindert man, dass bei eventuellen Farbabweichungen zwischen der linken und der rechten Tapetenhälfte die Wand streifig wirkt.
Tapete abwaschbar machen. Durch Überstreichen mit farbloser Latexfarbe wird Tapete abwaschbar. Vorher ist auf einem Tapetenrest eine Streichprobe zu machen, da nicht jede Tapete farbecht ist und sich die Muster beim Überstreichen verwischen.
Tapete abweichen. Lässt sich Tapete sehr schwer von der Wand lösen, kann man so verfahren: Man kocht aus gut quellendem Mehl einen Brei, dem man 10 Prozent Kochsalz beigibt. Nach dem Verdünnen bis zur Streichfähigkeit Werden noch 10 Prozent konzentrierte Essigsäure hinzugegeben. Die alte Tapete wird damit eingerieben und lässt sich nach kurzer Einwirkzeit abziehen.
Tapete ausbessern. Kleine Löcher bessert man aus, indem man ein Stück im Muster genau passende Tapete auf die schadhafte Stelle legt und mit einem scharfen Messer die neue und die alte Tapete gleichzeitig durchtrennt. Das neue Stück Tapete passt dann genau in den Ausschnitt und kann sauber eingeklebt werden.
- Neues passendes Tapetenstück,
- Beschädigte Tapete,
- Schnitt durch beide Tapetenlagen
Decken tapezieren. Decken, die zur Rissbildung neigen, und solche, bei denen noch Wasserflecke zu sehen sind, können tapeziert werden. Zuerst wird die Decke mit Zeitungspapier beklebt. Wasserflecke sind mit Alu-Haushaltfolie zu überkleben, damit sie in der Tapete keine Ränder bilden und sichtbar werden. Am besten lassen sich Decken von zwei Personen tapezieren (mit zwei Leitern).
Einfach ist das Tapezieren der Decke mit Holztapete: Ausgehend von der Tapetenbreite und der Größe der Decke, werden in entsprechender Abmessung — unter Zugabe von 1 Zentimeter für die Überlappung — Rechtecke zugeschnitten, die dann einmal mit der Maserung in Längs- und einmal in Querrichtung verarbeitet werden können. Gut sieht es auch aus, wenn zwei verschiedene Holztapeten (z. B. hell und dunkel) im Wechsel verarbeitet werden. Nach dem Einstreichen der Decke und der Tapete mit Leim werden die Rechtecke schachbrettförmig an die Decke gebracht.
Dabei ist die Tapete mit einer Bürste fischgrätenartig festzustreichen, damit keine Beulen oder Falten entstehen.
Deckengestaltung. Leimfarbenanstrich auf Decken benötigt eine recht aufwendige Vorbehandlung und führt nicht in jedem Fall zum gewünschten Erfolg:
Risse müssen vergipst werden; in Neubauten bleiben beim Leimfarbenanstrich die Stöße der Deckenplatten sichtbar. Für solche Fälle ist das Tapezieren besser. Zum Tapezieren der Decken bieten sich, abhängig von der sonstigen Raumgestaltung, Holztapete oder Rauhfasertapete an.
Den Effekt der Rauhfasertapete kann man jedoch auch auf andere Art erzielen: Die Decke wird mit billiger Papiertapete so tapeziert, dass die Tapetenrückseite die Schauseite wird. Anschließend wird die so vorbereitete Deckenfläche mit Latexfarbe, der Sägespäne beigemischt wurden, gestrichen. _________________
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