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baunochmal
Anmeldedatum: 20.10.2008 Beiträge: 96
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Fachwissen: Restaurieren von Möbelbeschlägen
Verfasst am: 29.12.2008, 07:23 |
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Beschläge sind Metallteile an Türen, Möbeln, Kassetten und Kästchen, die die Funktion des jeweiligen Objekts ermöglichen oder seine Festigkeit erhöhen. Gemeint sind in erster Linie metallene Bänder, die einzelne Bretter zusammenhalten, Angeln, die Teile drehbar machen, Haken und Sperrvorrichtungen (Schlösser), Griffe sowie Beschläge für Ecken, Kanten und Platten. Eisen, Bronze und Messing waren in der Vergangenheit die bevorzugten Materialien. Für besonders prunkvolle Gestaltungen verwendete man Silber und Gold.
Neben ihrer technischfunktionellen Bedeutung waren Beschläge immer auch Teile der plastischen oder flächigen Dekoration des Gegenstands.
Möbel, die mit Messingbeschlägen versehen sind, gibt es in fast jedem Haushalt. Im Laufe der Zeit bildet sich an den Metallen eine graugrüne bis schwarze Oxidschicht. Wenn Messingbeschläge gereinigt werden sollen, müssen sie meist von dem jeweiligen Möbel abgenommen werden. Dabei muss man auf die Art der Befestigung achten. Handelt es sich um Holzschrauben oder sind die Griffe mit Vierkantmuttern befestigt, so ist das Lösen der Beschläge kein Problem. -
Eventuell muss man den Gewindestab des Griffs mit einem Gewindeschneider nachschneiden. Bei Splinten besteht jedoch die Gefahr, dass sie beim Aufbiegen brechen. In diesem Fall sollte die Abnahme der Beschläge unterbleiben, auch wenn dadurch das Reinigen schwieriger wird. Besondere Vorsicht ist bei Möbeln geboten, die noch eine gute hochglanzpolierte Oberfläche haben. Im Handel gibt es Reinigungs- oder Putzmittel für leicht verschmutzte Beschläge aus Messing. Die Anwendung dieser Putzmittel geht aus der Gebrauchsanweisung hervor. Bei den Metallreinigem sind die Beschläge in einem damit gefüllten Schälchen mit einer Zahnbürste oder einem harten Pinsel zu reinigen.
Bitte niemals Sandpapier verwenden, sei es auch noch so fein! Mach diesen obengenannten Behandlungen reibt man mit Flanell oder einem Wolllappen kräftig nach, so dass die erhabenen Stellen auf Hochglanz poliert werden, wobei die Tiefen stumpf gelassen werden können. Wenn in den Tiefen (Gravierungen) schwarze Ränder bleiben, gibt das dem Beschlag ein plastisches Aussehen, eine gewisse Patina, die dem Möbelstück besser als ein vollkommen reiner und strahlender Messingbeschlag gerecht wird. Bei sehr stark verschmutzten oder angelaufenen Metallen ist ein 10%iges Ammoniakbad erforderlich. Darin werden die Beschläge mit einer harten Bürste so lange geschruppt,
bis ein stumpfer Messington hervorkommt. Gegebenenfalls muss das Ammoniakbad erneuert oder ein stärkeres Ammoniakbad gewählt werden.
Unter fließendem Wasser sind nach dieser Behandlung die Beschläge intensiv zu spülen. Um den gewünschten Hochglanz zu bekommen, werden die Beschläge noch an einer Stoffrolle (Schwabbelbürste oder Filzscheibe) geschwabbelt und mit dem Wollappen nachpoliert.
Aus Eisenblech getriebene oder geschmiedete Beschläge weisen oft eine Korrosionsschicht auf. Sie kann, sofern es sich nicht um Ziselierungen handelt, mit Sandpapier abgeschmirgelt werden. Die obengenannten Putzmittel, außer dem Ammoniakbad, lassen sich ebenfalls verwenden.
Als Korrosionsschutz dienen ein Schutzwachs oder ein Gemisch aus 1 Teil Paraffin und 3 Teilen Petroleum, das dünn auf die Beschläge aufgetragen wird. Diese Hinweise für die Behandlung sind allgemeiner Art, da die Palette der Oberflächenbehandlung von Beschlägen aus den einzelnen Jahrhunderten sehr groß ist. _________________
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