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baunochmal
Anmeldedatum: 20.10.2008 Beiträge: 96
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Ein Haus bauen oder kaufen was ist besser?
Verfasst am: 31.10.2008, 13:46 |
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Ob sich jemand ein Haus neu baut oder kauft, hängt nicht nur vom persönlichen Geschmack ab, sondern auch vom Geldbeutel. Nicht selten geben die in den Nebenkosten versteckten Tausender den Ausschlag, wozu man sich entschließt.
Kosten
Die Grunderwerbssteuer — zwei Prozent vom Kaufpreis — zahlen Sie, wenn Sie bauen, lediglich für das Grundstück, auf dem Sie Ihr Haus errichten wollen. Anders beim Kauf: Hier errechnet sich die Grunderwerbssteuer aus dem gesamten Kaufpreis, also für Grundstück und Gebäude.
Makler manchmal, Notar immer
Mit dem Makler kriegen Sie nur zu tun, wenn Sie kaufen. Dann müssen Sie an dessen Honorar denken — im Schnitt etwa drei Prozent vom Kaufpreis plus Mehrwertsteuer.
Kein Hausbau ohne Baugenehmigung.
Die Gebühren dafür sind in den Landes Bauordnungen festgelegt, oft betragen sie vier Promille der errechneten Bausumme — für ein 300000 Euro Projekt sind also 1200 Euro einzuplanen. Der Notar ist sowohl beim Bau als auch beim Kauf einer Immobilie im Spiel. Die Gebühren des Notars richten sich nach der bundesweit geltenden Kostenordnung. Recheneinheit ist die „volle Gebühr": Danach kostet beispielsweise die Beurkundung eines Kaufvertrages das Doppelte einer vollen Gebühr: bei einem 200000 Euro Haus 820 Euro. Für Hypotheken oder Grundschuld. Bestellungen wird eine volle Gebühr fällig: bei 100000 Euro sind das 260 Euro für den Notar.
Zum Sparen: Den Bau selber Überwachen
Der Gutachter spielt immer eine Rolle — egal ob Sie bauen oder kaufen. Denn die Finanzierungs Institute wollen natürlich wissen, ob ihre Darlehen durch den Wert der finanzierten Immobilie auch wirklich gesichert sind. Das Gutachter Honorar richtet sich nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure —der HOAI: Für ein 200000 Euro Haus müssen Sie etwa 700 bis 1000 Euro rechnen. Oft geht es jedoch billiger: Bei der überschlägigen Wertermittlung für Kreditinstitute kann das Honorar um fast ein Drittel gekürzt werden.
Der Architekt ist bei seiner Honorar Forderung ebenfalls an die Sätze der HOAI gebunden. Übernimmt er von der Grundlagen Ermittlung für das Bauvorhaben bis zur abschließenden Dokumentation alle üblichen Architekten Leistungen, dann müssen Sie bei Baukosten von 200000 Euro mit mindestens 19390 Euro rechnen. Geld, das ein Käufer nicht ausgeben muss.
Wird kein Pauschal Honorar als Festpreis vereinbart, dann werden noch Nebenkosten fällig: Für Fahrten zur Baustelle, Lichtpausen, Telefon usw. Allerdings können Sie die Kosten verringern, indem Sie einzelne Leistungen nicht in Anspruch nehmen. Übernimmt man beispielsweise die Bau Überwachung selbst, spart man ein knappes Drittel des Architekten Honorars ein.
Auch auf kleinere Positionen achten
Die Finanzierung kostet Bauherren schon etwas, bevor sie überhaupt Geld sehen: Wer neu baut, muss bis zur Fertigstellung meist Bereitstellungsund Zwischenfinanzierungszinsen zahlen. Wenn Sie aber ein fertiges Haus kaufen, dann können Sie es so einrichten, daß Sie über das nötige Fremdkapital genau zu dem Zeitpunkt verfügen können, an dem der Kaufpreis fällig wird. So sparen Sie eine Menge Zinsen.
Die aufgeführten Ausgaben sind sicher die größten Brocken, die Sie zu berücksichtigen haben, aber auch an kleinere Positionen müssen Sie denken: Der Schornsteinfeger beispielsweise bekommt Geld für die Abnahme des Kamins, Baustrom und wasser müssen bezahlt werden, der Öltank braucht seine erste Füllung.
Viele Ausgaben steuerlich absetzbar
Welchen Ausschlag die Nebenkosten bei Ihrer Entscheidung „bauen oder kaufen" geben, müssen Sie nach Ihren persönlichen Umständen selbst beurteilen. Vergessen Sie nicht: Viele dieser Ausgaben kommen — zumindest teilweise — wieder herein, weil sie vom Finanzamt als Werbungskosten anerkannt werden oder im Rahmen der 10e Förderung abgesetzt werden können. _________________
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