Das sollte man beim Nageln beachten Verfasst am: 22.08.2008, 17:44
Bei Verbindungen durch Nägel sind einige Regeln zu beachten.
Die Nagellänge soll im Allgemeinen das Zweieinhalbfache bis Dreifache der Brettdicke betragen: Für 20mm-Bretter 50mm-Nägel.
Bei Hartholz und an Außenkanten empfiehlt sich Vorbohren bis zur Hälfte der Tiefe; Bohrerdurchmesser = Nageldurchmesser. Besteht Gefahr des Spaltens, kann das Holz eingespannt werden; bei außensitzenden Nägeln nagelt man häufig vor dem Beschneiden. Auch das Stauchen der Nagelspitze vermindert die Spaltgefahr.
Das Versenken, d. h. Einschlagen bis etwa 3 mm unter die Oberfläche, gibt den Nägeln festeren Halt und schützt vor Verletzungen. Es erfolgt mit einem Durchschlag (Senkstift) oder einemgroßen Nagel .
Hervorstehende kurze Nagelspitzen sind in Längsrichtung der Faser umzuschlagen. Eine größere Festigkeit der Verbindung lässt sich durch entsprechend längere Nägel erreichen; die etwa 10 bis 20 mm hervorstehenden Spitzen werden krampenartig und quer zur Faser umgebogen (über einem Schraubenzieher) und ins Holz eingeschlagen. Am Ende einer Kante erfolgt das Umschlagen nach innen.
Soll zwischen den Brettern kein Raum bleiben, stehen die Nägel auf Zug; man schlägt sie in Richtung zur Fuge ein. Das geschieht auch, wenn die Bretter durch Keile oder Zwingen zusammengepresst worden sind. Das Randbrett erhält einen Nagel mehr. _________________