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baunochmal
Anmeldedatum: 20.10.2008 Beiträge: 96
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Anleitung: Trennwände einbauen
Verfasst am: 27.01.2009, 20:23 |
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Trennwände
Stehen dem Haushalt nur wenige, aber große Wohnräume zur Verfügung, empfiehlt es sich, zur Erhöhung des Gebrauchswertes der Wohnung mit leichten Trennwänden, die u. U. nur eine Übergangslösung darstellen, separaten Raum zu schaffen, vielleicht für eine Küche, ein Kinderzimmer oder auch ein Arbeitszimmer.
Trennwand aus Hartfaser- oder Hobelspanplatten. Diese Art von Wänden kann jeder Laie ohne Hilfe eines Fachmanns aufstellen. Sie verursachen geringe Kosten und sind als vorübergehende Lösung anzusehen.
Als Material werden benötigt: Latten im Querschnitt von 40 mm x 60 mm, dünnere Latten, etwa 24 mm x 24 mm, Nägel, Schrauben, Stahlwinkel und Spachtelmasse.
Auf den Holzdielenfußboden wird dem Verlauf der zu errichtenden Trennwand entsprechend, eine Latte der Abmessung 40 mm x 60 mm genagelt. Lotrecht darüber entfernt man vorsichtig den Deckenputz in Stärke der späteren Wand. Dabei ist darauf zu achten, dass der Putz nicht beschädigt wird. Nun werden Latten (40 mm x 60 mm) so auf Länge geschnitten, dass sie stramm zwischen Fußbodenplatte und Holzbalkendecke passen. Damit die Wand stabil ist, sollte der Abstand zwischen den lotrechten Latten etwa ein Meter betragen. Bei der Anordnung der Wand ist an die Lage des Eingangs zu denken. In den schmalen Seiten der stärkeren Latten sind Aussparungen anzubringen, welche die schwächeren Latten aufnehmen. Sie dienen als Querlatten zur Befestigung der Platten. Die Außenkanten der beiden lotrechten Latten sollen eine Linie bilden. In welchem Abstand die Querlatten anzubringen sind, hängt von der Plattengröße ab. Bei dieser Art muss man sich entscheiden, ob das Lattengerüst einseitig oder beidseitig mit Platten verkleidet werden soll. Ist die Wand nur für eine Übergangslösung notwendig und soll später wieder entfernt werden, kann man mit einseitiger Plattenverkleidung arbeiten. Die andere Seite wird entweder gestrichen oder mit Stoff verkleidet.
Die vorbereiteten stärkeren Latten (40 mm x 60 mm) werden lotrecht aufgestellt und mit Stahlwinkeln an der Fußbodenleiste und der Holzbalkendecke angeschraubt. Bevor man sie jedoch endgültig befestigt, empfiehlt es sich, vorher die waagerechten Latten einzupassen. Diese werden angenagelt oder geschraubt.
Das fertige Lattengerüst ist mit Holzschutzmittel zu behandeln. Die Platten werden mit Nägeln oder besser mit Schrauben am Gerüst befestigt.
Ritze zwischen den Platten werden mit Spachtelmasse geschlossen. Nägel und Schrauben sind zu versenken und mit Spachtelmasse auszufüllen.
Will man die Wand tapezieren, sollte vorher eine Lage Zeitungspapier aufgeklebt oder mit Einlaßgrund vorgestrichen werden, da die Wand sonst den Tapetenleim zu schnell aufsaugt und die Tapete dann nicht haften bliebe. Statt einer Tür kann man in vielen Fällen einen dichten Vorhang verwenden.
Trennwand aus HWL-Platten. Hierfür wird ein Lattengerüst benötigt. Der Abstand der senkrechten Latten soll 600 mm und der Abstand der waagerechten Latten 400 mm betragen. Für die Verarbeitung von Holzwolleleichtbauplatten (HWL-Platten) müssen an die senkrechten Latten von beiden Seiten Querlatten angebracht werden-
An beiden Seiten des Lattengerüstes werden von unten beginnend, HWL-Platten mit Plattennägeln im Verband angenagelt. Unter Verband versteht man, dass die Platten, welche in der Querlage angebracht werden, so zu versetzen sind, dass jeweils die senkrechte
Fuge der übereinanderliegenden Platten unterbrochen wird. Bevor die Wand von beiden Seiten eine 15 mm dicke Putzschicht bekommt, sind die Fugen mit einer Gipsbinde zu verschließen. Statt Plattennägeln kann man andere handelsübliche Nägel entsprechender Größe verwenden, wenn man jede Na-gelstelle mit einem quadratischen Blechstück unterlegt. Sollen an der Wand Hängeschränke oder ähnliches befestigt werden, müssen an der entsprechenden Stelle im Lattengerüst zusätzlich Querlatten eingebracht werden. Bei gewünschter Schalldämmung ist der Zwischenraum zwischen den HWL-Platten mit Mineralwolle auszufüllen.
Trennwand aus Gipskarton. Nicht jeder Laie ist in der Lage, größere Flächen ansehnlich mit Mörtelputz zu versehen; doch jeder halbwegs handwerklich Begabte kann eine leichte Trennwand aus Latten und Gipskartonplatten errichten. Die Platten lassen sich sägen, bohren
nageln, kleben, streichen und tapezieren. Sie sind lediglich gegen Transportbeschädigung empfindlich. Darum dürfen die Platten nur auf ebenem Untergrund gelagert werden. Sie sind paar-weise hochkant zu transportieren. Da-bei nicht an den Ecken anfassen oder auf Ecken aufsetzen.
Als Träger für die Gipskartonplatten dient auch ein Gerüst aus Latten mit Querschnitt von 40 mm x60 mm. Auf einer dem Verlauf der Wand entsprechend flach auf die Holzdielen genagelten Latte werden im Abstand von 625 mm lotrecht Latten aufgestellt. Querlatten werden bei Verwendung von Gipskartonplatten nicht benötigt. Befestigung und Vorbehandlung des Gerüsts erfolgt wie bei Trennwand aus Hartfaserplatten beschrieben. Die Platten werden im Querformat mit korrosionsgeschützten Schrauben oder Nägeln von beiden Seiten an den Latten befestigt. Der Abstand zwischen den Befestigungsmitteln soll höchstens 200 mm betragen. Bei ganzen Platten muss der letzte Nagel oder die letzte Schraube mindestens 10 mm und bei geschnittenen Platten mindestens 15 mm von der Kante entfernt sein. Da-mit bei der Befestigung keine Spannungen auftreten, wird von der Plattenmitte zum Rand hin gearbeitet. Zur Schalldämmung kann in den Zwischenraum der Wand Mineralwolle eingebracht werden.
In die Fugen der Platten wird Spachtelmasse gedrückt. Dann wird ein in Latex-Bindemittel getränkter 40 mm breiter Fugenbewehrungsstreifen auf die Fugen geklebt, die danach mit Spachtelmasse völlig geschlossen und gut geglättet werden. Schraubenköpfe oder Köpfe von Nägeln sind zu versenken und die Öffnungen mit Spachtelmasse zu schließen. Die fertige Wand kann mit Anstrichstoffen aller Art (außer Kalk) versehen oder auch tapeziert werden. _________________
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