Anleitung: Putzschäden und Risse Reparieren Verfasst am: 23.01.2009, 01:11
Absenden von Putz. Besonders alter Putz neigt dazu, abzusanden. Er rieselt von den Wänden, dadurch löst sich u. a. die Tapete ab. Streichen der Wände mit Zementschlämme oder Wasserglaslösung kann diesen Vorgang stoppen.
Führt das nicht zum Erfolg, muss der Putz entfernt und die Wand neu verputzt werden.
Ausblühen von Putz. Ausblühungen sind vorwiegend auf das Eindringen von Regenwasser ins Mauerwerk zurückzuführen. Die befallenen Stellen erkennt man an einer weißen Schimmalschicht.
Zuerst müssen die Ursachen beseitigt werden. Entweder ist die Regenrinne zu erneuern oder das Fundament neu zu isolieren. Der Schaden in der Wohnung kann dann dadurch behoben werden, dass man die weiße Schicht trocken abbürstet.
Führt das nicht zum Erfolg, muss der Putz entfernt und das Mauerwerk mit Bitumen gestrichen werden. Anschließend ist eine neue Putzschicht aufzutragen.
Aussprengungen von Putz. Bei neu geputzten Wänden kann es zu Kalkaussprengungen kommen, weil Stücken ungelöschten Kalks aus dem Mörtel herausquellen. Die Kalkklümpchen sind mit dem Spachtel herauszukratzen und die Löcher zu vergipsen.
Rauch- oder Rußflecke auf Putz. Rauch- oder Rußflecke an Wänden (Schornsteinen) werden durch überstreichen mit Latexfarbe oder Acryllackanstrich abgesperrt. Durch das überkleben der Stellen mit Alu-Haushaltfolie wird erreicht, dass die Flecke nicht durch die Tapete treten.
Risse in der Decke. Mit einer Streich-bürste oder einem Schwamm wird die alte Leimfarbe an der Decke gut eingeweicht und lose Farbe mit dem Spachtel entfernt.
Nun werden vorhandene Risse und Löcher mit dem Spachtel ausgekratzt und mit einem Ringpinsel angenäßt. Danach wird Gips oder Dübelmasse breiig angerührt. Hierbei muss immer das Pulver in das Wasser gegeben werden und nicht umgekehrt. Größere Löcher können vor dem Vergipsen mit nassem Zeitungspapier ausgestopft werden. Der Gipsbrei wird mit einem Spachtel in Risse und Löcher gedrückt, geglättet und anschließend mit einem nassen Pinsel überstrichen. Dabei ist gleichzeitig der Gips zu entfernen, der sich neben dem Riss auf dem Putz befindet, da er nach dem Trocknen abblättern würde.
Sind die Risse an der Decke nur klein, dann könnten sie mit einem Brei aus Schlämmkreide und Tapetenleim zugeschmiert werden oder mit einem Brei aus 3 Teilen Gips und 1 Teil farblosen Latex.
Risse in der Wand. Treten an der gleichen Stelle wiederholt Wandrisse auf, werden diese vor dem Tapezieren mit Glasfaservlies oder einem Streifen Leinwand beklebt. Dadurch reißt die Tapete nicht. _________________